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Ernährung & Homöopathie bei Colitis ulcerosa & Mb. Crohn

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen, wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn sind heutzutage bei uns sehr häufig anzutreffende Erkrankungen. Der Leidensdruck ist teilweise enorm und kann die Lebensqualität in erheblichem Maße einschränken. Betroffene reden nicht gern darüber, da der Darm und damit zusammenhängende Erkrankungen eher zu den „Tabuthemen“ gehören. Schulmedizinisch wird nach der Diagnosestellung mit verschiedenen Medikamenten behandelt, in fortgeschrittenen Stadien auch operiert und z.B. ein Teil des Darms entfernt. Die Krankheitssymptome lassen sich damit mildern, aber die Krankheit selbst schreitet mit dieser Therapie oft schubweise immer weiter fort. Was Betroffene selbst tun können, um den Krankheitsverlauf zu stoppen bzw. in Richtung Heilung voranzuschreiten, erfahren sie nur sehr selten von ihrem Arzt.

Wie bei vielen Krankheiten können Betroffene jedoch sehr viel selbst tun, um die – uns allen innewohnenden – Selbstheilungskräfte zu aktivieren und zu stärken. Die Frage ist nur, was.

Ein bzw. zwei sehr empfehlenswerte und mutmachende Bücher hat dazu Michaela Barthel – selbst eine Betroffene von Colitis ulcerosa – geschrieben. „Adieu Colitis – meine Wege aus der Krankheit“ heißt ihr erstes Buch und im zweiten Buch „Darm über Kopf“ gibt es zahlreiche Erfahrungsberichte „vom erfolgreichen Kampf gegen unheilbare Krankheiten“. Beide Bücher bestätigen auch meine Erfahrungen, die ich mit Patienten machen durfte und darf.

Bei chronischen Darmerkrankungen spielt – entgegen der Meinung vieler Ärzte – eine vollwertige und überwiegend rohköstliche Ernährung eine entscheidende Rolle. Leider wird davon häufig sogar abgeraten und Betroffenen wird Angst gemacht, da nur eine sogenannte Schonkost empfehlenswert sei und Vollwertkost oder gar Rohkost der Gesundheit und dem Darm eher noch schaden würden bzw. Mangelzustände zu erwarten seien. Bereits die Forschungen und Erfahrungen alter Ärzte und Ernährungswissenschaftler wie beispielsweise Dr. Maximilian Bircher-Benner, Prof. Werner Kollath oder Dr. Max Otto Bruker zeigen allerdings, dass mit einer vollwertigen Ernährung plus entsprechender naturheilkundlicher Behandlungen/Unterstützungen signifikante und nachhaltige Verbesserungen des Gesundheitszustandes Betroffener erreicht werden können.

Entscheidend ist hier allerdings eine konsequente und dauerhafte Ernährungsumstellung. Diese stellt entgegen mancher Vorurteile keine Einschränkung im Alltag, sondern – unabhängig von den positiven gesundheitlichen Wirkungen – eher eine Bereicherung dar. Wir haben heute das Glück, aus einer Fülle von regional und saisonal zur Verfügung stehenden Lebensmitteln schöpfen zu können. Mit dem Willen, sich selbst Gutes tun zu wollen, einer positiven Einstellung und einer guten Organisation lässt sich eine vollwertige Nahrung wunderbar im Alltag umsetzen. Gern berate ich individuell dazu und gebe bei Bedarf auch praktische Unterstützung.

Hilfreich ist nach meiner Erfahrung neben einer vollwertigen und überwiegend rohköstlichen Ernährung – vor allem in der ersten Zeit der Umstellung – eine naturheilkundliche Unterstützung. Sowohl eine Ernährungsumstellung als auch eine naturheilkundliche Unterstützung kann parallel zu einer schulmedizinischen Behandlung erfolgen. Naturheilkundlich hat sich nach meiner Erfahrung besonders die Homöopathie bewährt – das heißt eine Behandlung mit homöopathischen Einzelmitteln nach den Regeln der klassischen Homöopathie als individuelle Behandlung anhand der speziellen Symptome des Patienten. Eine begleitende homöopathische Behandlung kann sehr gut durch anfängliche Schwierigkeiten und noch auftretende Schübe helfen sowie den Gesundungsprozess aktiv und nachhaltig unterstützen und voranbringen.