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Rohköstliche Blütentorten – ein sommerlicher Genuss

Jetzt, In der Zeit der langen Tage und kurzen Nächte – der Zeit um die Sommersonnenwende – stehen viele Pflanzen in ihrer Blüte und stecken voller (Sonnen)Kraft.  Daher bietet es sich geradezu an, die Blüten für Gesundheit & Wohlbefinden zu nutzen. So lässt sich die (Heil)kraft der Blüten zum Beispiel in alkoholischen Auszügen (als Tinktur) als auch in nichtalkoholischen Auszügen z.B. als Tee, Blütenwasser, Blütenessig, Blütenöl oder Blütensalbe (heilkräftig) nutzen. Und natürlich können die Blüten in der Küche vielfältig und genussvoll eingesetzt werden. Hier bietet sich zum Beispiel ein Blütensalz oder ein Blütenpesto an oder die Verwendung der Blüten im Salat, als Speisen-Deko überhaupt, in Süßspeisen, als Ummantelung für Bällchen verschiedener Art und vieles mehr. Auch zum Füllen eignen sich – vor allem größere – Blüten wunderbar. Generell können neben wilden Blüten auch die Blüten von Kulturpflanzen verwendet werden. Die Blütenküche darf außerordentlich kreativ und genussvoll sein. Wichtig ist nur, ausschließlich essbare Blüten zu verwenden. Informationen, welche Blüten essbar sind, sind inzwischen recht einfach im Internet abrufbar.

Mein besonderer Tipp für die Verwendung von Blüten sind rohköstliche Blütentorten. Damit können Torten mit gutem Gewissen und mit Gesundheitspotential verzehrt werden. Eine Ernährung mit einem hohen Rohkostanteil (Obst, Gemüse, Nüsse, Ölsaaten, Getreide) ist eine sehr natürliche und in hohem Maße gesundheitsförderliche Ernährung. Nicht umsonst gibt es inzwischen zahlreiche Rezepte und Infos zu rohköstlichen Gerichten aller Art. Und auf diese Art können auch Torten mit gutem Gewissen verzehrt werden. Noch dazu sind sie auf jeder Feier ein „Hingucker“. Der einzige „Nachteil“ ist die kurze Haltbarkeit, da die Blütenpracht nach einem Tag schon welkt und dann natürlich wenig attraktiv ist. Solche Torten sollten daher nur wenige Stunden vor dem Verbrauch zubereitet werden.

Rezepte für Rohkosttorten gibt es viele. Hier darf es einfach das persönliche Lieblingsrezept sein und dann kann die Torte mit den frisch gesammelten Blüten verziert werden. Fertig ist die ganz besondere Torte. Besonders hochwertig ist sie natürlich, wenn auch noch in den Teig einige Wildkräuter eingearbeitet werden. Aber es geht natürlich auch ohne zusätzliche Wildkräuter.

Hier mein aktuelles Lieblingsrezept für eine rohköstliche Blütentorte:

Zutaten Tortenboden: 70g Walnüsse / 100g Sonnenblumenkerne / 50g Haselnüsse / 6 Datteln / 1 Pr. Salz / 1 TL Kakaopulver / 1 Msp. Vanillepulver (gemahlene Vanilleschote) / 1 TL Honig / 2 TL Kokosöl

Zubereitung: Nüsse im Mixer fein zerkleinern. Datteln dazugeben und weiter mixen. Dann alle weiteren Zutaten dazugeben und weiter mixen bis ein bröseliger, aber leicht klebriger „Teig“ entstanden ist. Alles in eine kleine Form oder oder auf einen Mini-Tortenteller (18 – 20 cm Durchmesser) drücken und glatt streichen. Der Boden sollte ca. 1 – 1,5 cm hoch sein. Den Tortenboden im Kühlschrank fest werden lassen.

Zutaten Belag: 100g Cashewkerne / 1-2 EL Zitronensaft / 1 Apfel, gerieben / 10 Datteln / ¼ TL Vanillepulver / 4 EL Kakao / 1-2 EL Kokosöl / ggf. etwas Wasser (wenn es zu fest sein sollte) / 1 TL Kokosraspeln / 1 EL sehr fein gehackte Wildkräuter (z.B. Giersch, Gundermann, Labkraut, Franzosenkraut, Spitzwegerich, Schafgarbe, Vogelmiere, Sauerklee) / frische Blüten – ungewaschen und ausgezupft (z.B. von Rosen, Ringelblumen, (Wiesen)Salbei, Frauenmantel, Taglilie, Borretsch, Veilchen, Gänseblümchen, Löwenzahn, Cosmea, Taubnesseln usw.)

Fertigstellung: Cashewkerne fein mixen. Alle weiteren Zutaten dazugeben und cremig mixen. Die Kräuter sehr fein schneiden und unter die Kakaomasse heben. Die Creme auf den Tortenboden streichen. Den Rand der Torte mit dem Messer glatt verstreichen und mit Kokosraspeln bestreuen. Das Messer ggf. zwischendurch in kaltes Wasser tauchen, damit es nicht klebt. Die Blüten dekorativ auf der Torte anrichten und jeweils an der Spitze etwas festdrücken, damit sie in der Masse halten. Alles im Kühlschrank fest werden lassen.

Und so kann es aussehen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel Freude bei der Zubereitung und guten Appetit!

Buchempfehlungen für leckere Rohkost-Rezepte:
„Was Dein Herz begehrt“ von Ute Ludwig und Achim Sauerberg
„Rohköstliches“ von Christine Volm